Burnout – Ausgebrannt

bild2

Wie jede Zeit hat auch diese ihre eigenen Krankheitsbilder. Eine Krankheit, die man jemanden nicht auf den ersten Blick ansieht und die selbst dem Betroffenen nicht bewußt sein muß, wird als Burnout bezeichnet (auf deutsch – ausgebrannt). Sie ist eine Folge des Erfolgsdrucks und der überhöhten Ansprüche unserer Gesellschaft, in der nur Leistung zählt und Schwäche als Versagen gewertet wird.

Bis vor einigen Jahren waren hauptsächlich idealistische und sehr engagierte Menschen davon häufiger betroffen als andere. Heute kursiert die Krankheit in den Kreisen der Selbständigen aller Branchen. Die Pleitewelle, die seit einigen Jahren über Deutschland ungebremst rollt, der enorme Druck des täglichen Kampfes, die Notwendigkeit den Kunden gegenüber immer freundlich sein zu müssen, egal wie sie einem kommen, immer alles genau wissen zu müssen, sekundenschnelle Entscheidungen treffen können, von allen immer doppelt und dreifach in Anspruch genommen werden, sind nur einige Faktoren, die zur völligen Erschöpfung führen. Nie richtig Feierabend haben, immer in Bereitschaft sein, mangelnder Umsatz oder fehlende Zahlungseingänge von Kunden, die selber kein Geld oder kein Schuldbewußtsein haben, Rechnungen über Rechnungen, die bezahlt werden müssen sind weitere Garantien für ein ausbrennen der Kräfte.

Auch berufstätige Mütter, die mit der Vierfachbelastung Kinder, Haushalt, Job und Ehemann verständlicherweise überfordert sind trifft es immer häufiger.

Erste Anzeichen für das Burnont sind: – Reizbarkeit auch bei Kleinigkeiten. Die Nerven liegen einfach blank. Das Faß ist immer voll und alles kann der Tropfen sein, der es zum Überlaufen bringt. Nervöses Fingernägelknappern oder hektischer Blick, scheinbar ungerechtfertigte Unfreundlichkeit anderen gegenüber sowie Unfairneß und Wutausbrüche.

Auch körperlich zeigt sich das Burnout-Syndrom durch: – Haarausfall, – Pickel, – Neurodermitis, -Schuppenflechte, – häufige Erkältungen, – Schwäche in den Knien, – Schluckbeschwerden, – Kopfschmerzen

Was hilft dagegen?

Pillen, Medikamente bestimmt nicht Sie verschlimmern es in jedem Fall, da sie nur die Symptome unterdrücken und nicht die Ursachen bekämpfen.

Nehmen Sie sich zurück und lassen Sie fünfe gerade sein. Denn nur weil Sie hektisch reagieren, wird es nicht besser, nicht schneller, nicht korrekter und nicht umsatzstärker. Trauen Sie anderen mehr zu und überlassen Sie ihnen die Arbeit, aber auch die Verantwortung. Wenn Sie zu häufig gefragt werden, wie das gehe oder das gemacht werden solle, haben Sie nicht die richtige Person beauftragt, Sie zu entlasten oder die Person nicht richtig eingewiesen. Es gibt Mitarbeiter, die ihren Spaß daran haben, den Chef zu reizen und zum Platzen zu bringen. Es ist häufig der Neid der Mitarbeiter, die sich dann eins in Fäustchen lachen und sich sagen, ,,na gucke, ich habe den Chef fertiggemacht, also ist er doch nicht so perfekt. Der Neid der Schwächeren. Denken Sie sich nichts dabei, sondern ändern Sie es. Sie müssen sich die Kraft noch einmal nehmen, um alles notwendige zur Entlastung zu arrangieren. Dann wird es besser.

Fahren Sie in den Urlaub. Schließen Sie den Betrieb für ein bis zwei Wochen. Ich höre Sie jetzt empört aufschreien, ,,das geht doch nicht, der ganze Umsatz, der mir dann flöten geht”. Was denn für ein Umsatz? Sind die paar Mark es wert, sich Ihre Gesundheit kaputt zu machen. Relaxen Sie also lieber, denn danach geschehen meistens ,,Wunder” (es gibt keine Wunder; es ist nur Logik). Es geht alles besser, leichter und der Umsatz kommt dann tatsächlich, wenn Sie alles zwischendurch losgelassen haben und nun wieder lockerer sind.

Für die Mütter habe ich nur einen Rat. Nehmen Sie nicht alles so emst, gucken Sie nicht so böse und lassen Sie alles liegen, was Sie stört. Er kann auch was wegräumen und die Kinder ebenfalls. Lassen Sie ihn einkaufen gehen und schließen Sie sich einer neuen Gruppe an, die Sie in einer lockeren Lebensweise unterstützt. Gönnen Sie sich einen Babysitter und gehen Sie aus, mit Partner wenn vorhanden oder mit einer Freundin, die lieb ist und nicht auch noch nervt. Denn auch unter den Freundinnen gibt es genug neidische Damen, die Ihnen nur auf schwache Momente bei Ihnen warten. Also Achtung!

Ich wünsche Ihnen, daß Sie loslassen können, dass Sie wieder zu sich kommen und dass Sie den nötigen Mut finden, Ihr Leben zu ändern.

Hier gibt es noch weitere Informationen zum Thema

ela

Kommentarfunktion geschlossen